Bunte Masken und illustre Gäste beim AWO-Faschingsball
Spendenübergabe von Firma Hamburger Containerboard
Höchstes Lob vom Staatsoberhaupt fürs Ehrenamt
Adventsmarkt und Weihnachtskonzert in Berchtesgaden
Stimmungsvolle Weihnachtsfeier der AWO
Ohne die Kugelbauer Theres geht nix
Von Andacht bis Entenschmaus
AWO-Urlaub in Radfeld
Der „Motor für soziales Miteinander“ – AWO-JHV
Auf den Spuren von Otto Lilienthal
AWO-Sommerfest
Fahrt zum Tegernsee
Nachruf auf Anton Zeitlmayr

Weiterer Rückblick

Bunte Masken und illustre Gäste beim AWO-Faschingsball

„Im Bann der vier Elemente“ und „Back to the moments“: Mit diesen zwei Mottos, die die Erwachsenengarde von Showdance Heiligkreuz sowie die Elfer- und Jugendgarden der Trostberger Elfer am Samstag zum Faschingsball des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in den Postsaal mitgebracht hatten, hatten sich die knapp 90 Besucher einiges vorgenommen.
Mit den Heiligkreuzem entdeckten sie die vier Urstoffe Erde, Wasser, Luft und Feuer neu. Die Trostberger Elfer nahmen ihr Publikum mit auf eine Zeitreise in die 1980er und 1990er, aber auch noch ein bisschen in die 2000er Jahre – in die Zeiten, in denen Handys und Smartphones noch lange nicht zur Standardausrüstung gehörten.
Bei den Auftritten der Garden geizten die Zuschauer nicht mit Beifall und „Zugabe“-Rufen. Denn die jungen und etwas älteren Tänzer begeisterten nicht nur mit ihren teils akrobatischen Darbietungen, sondern beeindruckten auch in puncto Terminkalender. Galt und gilt es doch im Faschingsendspurt noch einige Auftritte zu absolvieren.
Aber zu einem echten Ball gehört es natürlich nicht nur, anderen das Parkett zu überlassen, sondern auch selbst über die Tanzfläche zu schweben. Für die Musik beim Publikumstanz sorgte einmal mehr in bewährter Weise das W&R-Duo aus Tacherting mit Werner Schenkl und Richard Benning an Keyboard, Gitarre und Gesang. Von 14 bis 18 Uhr schwoften Kapitäne und Matrosen, Gigolos und Kavaliere, vornehme Damen, Marienkäfer, Bienen, Mäuse und andere bunte Maskeraden und illustre Gestalten übers Postsaal-Parkett.
Auch Sherlock Holmes war von der Londoner Baker Street an den Trostberger Marktmülleranger gekommen, um im Postsaal der einen oder anderen heißen Spur nachzugehen. Vielleicht suchte der englische Meisterdetektiv ja auch seinen treuen Begleiter Dr. Watson.
Der AWO-Faschingsball ist kein exklusives Ereignis nur für Trostberger. Stets feiern auch Besucher von auswärts eifrig mit. Dieses Mal konnten AWO-Ortsvorsitzende Gaby Griesbeck und ihre Stellvertreterin Gerda Wolf unter anderem Gäste aus Altenmarkt, Burgkirchen, Fridolfing, Garching und Traunreut begrüßen. Die Faschingsnarren ratschten, tanzten und feierten ausgiebig miteinander und deckten sich mit Losen einer Tombola ein. Geschäfte aus Trostberg, Altenmarkt und Tacherting hatten 250 Preise dafür gestiftet. Der Erlös kommt der AWO zugute.
AWO-Ortsvorsitzende Gaby Griesbeck zeigte sich sehr zufrieden mit dem traditionellen Faschingsball des Ortsvereins. Auch wenn um 18 Uhr offiziell Schluss war, gesellte sich das W&R-Duo noch an einen Tisch, um mit der Ziach noch einen kleinen Kehraus zu bieten.

Spendenübergabe von Firma Hamburger Containerboard

Höchstes Lob vom Staatsoberhaupt fürs Ehrenamt

Bei einem Festakt in Altötting wurden Ehrenamtliche vom Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier gewürdigt.

Adventsmarkt und Weihnachtskonzert in Berchtesgaden

Zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit unternahm die Arbeiterwohlfahrt Trostberg einen Ausflug zum Berchtesgadener Advent. Das königliche Schloss und die historischen Bürgerhäuser bildeten einen idyllischen Rahmen für die liebevoll geschmückten Hütten, die mit regionalen Produkten und viel Handwerkskunst zum Verweilen einluden.
Der Höhepunkt des Tages war der Besuch des traditionellen Berchtesgadener Adventsingens im AlpenCongress am Abend. Es war ein wahrer Genuss, dem Volksliedchor mit seinen fast 60 Stimmen sowie den verschiedenen Solisten zuzuhören. Besonders beeindruckte die Kindergruppe, die mit großer Leidenschaft den Weg nach Bethlehem darstellte. Die Begeisterung im Saal war so groß, dass die Zuhörer spontan Beifall spendeten – obwohl eigentlich darum gebeten wurde, während der Aufführung nicht zu klatschen. Alle Mitreisenden kehrten tief beeindruckt und in bester Weihnachtsstimmung nach Hause zurück.

Stimmungsvolle Weihnachtsfeier der AWO

Weihnachtsfeier des Ortsvereins im Postsaal mit Musik, Geschichten und Worten des Danks

Aus dem TT. Aus einer Legende des heiligen Augustinus zog Gemeindereferent Robert Anzinger parallelen zur Arbeiterwohlfahrt: n der Weihnachtsfeier des Trostberger AWO-Ortsvereins im Post­saal erzählte Anzinger von der Begegnung des Heiligen an einem Strand mit einem kleinen Buben, der Seesterne zu retten versucht, indem er sie einzeln aus dem Sandaufliest und ins Meer wirft eine Herkulesaufgabe“. Als Augustinus zu Bedenken gibt, dass der Bub nicht alle Seesterne retten könne, hält der Kleine ein Exemplar In die Höhe und erklärt, jeder einzelne Seestern sei es wert, gerettet zu werden:“ Für den macht es einen Unterschied.“ Zu den AWO-Mitgliedern sagte Anzinger: „Was Sie machen, ist ein Riesen­unterschied.“ Der Sozialverband helfe jedem Menschen, der Hilfe braucht.
Bei allen Herausforderungen, die der Ortsverein zu stemmen habe, sei es wichtig, sich daran zu erinnern, was ihn trägt, betonte AWO-Ortsvorsitzende Gaby Griesbeck mit Blick auf das gemeinsame Ziel, Menschen zu unterstützen und ihnen eine Stimme zu geben. Die Weihnachtsfeier sollte den Mitgliedern und weiteren Besuchern Zeit und Raum für Besinnlichkeit und Ruhe geben.
Den musikalischen Auftakt zu dieser besinnlichen Stunde bot die Stadtkapelle Trostberg. Zum weiteren vorweihnachtlichen Programm zählten Lieder der Albertaicher Dirndl. Wolfgang Trzecziak las amüsante und nachdenklich stimmende Geschichten und Gedichte vor, Maxi Gröbner begleitete ihn auf seiner Ziach. Thomas Oettl und Karin Vielmayer vom Theaterverein Heiligkreuz hatten mit ihrer Souffleuse Martina Stinn einen Sketch einstudiert. Zudem hatte die AWO einen kleinen Adventsbasar mit Geschenken und Plätzchen vorbereitet.
Gaby Griesbeck freute sich, Karl Schleid nicht nur zum letzten Mal als Bürgermeister begrüßen zu können, sondern In erster Linie als AWO-Mitglied. Die „wohlwollende Einladung für die Zukunft, auch weiterhin als AWO-Mitglied zu Weihnachtsfeiern des Ortsvereins zu kommen, habe er vernommen, erklärte Schleid. Er würdigte die Trostberger AWO als Sozialverband, der wirksam vor Ort helfe. Der Ortsverein leiste auf menschliche Art Hilfe: still und diskret, damit es nicht nach draußen dringt. Denn: Von vielen Menschen werde nicht öffentlich bekannt, dass sie Hilfe brauchen. Für dieses „gute und notwendige Wirken bedankte sich Schleid bei der Vorstandschaft um Griesbeck und bei den ehrenamtlichen Helfern im Hintergrund.
Robert Anzinger verglich die AWO mit dem heiligen Martin, aber nicht weil dieser mit einem Bettler seinen Mantel geteilt hat. Anzinger zog vielmehr eine Legende des Helligen heran, in der der Satan Martin täuschen will, indem er ihm als auferstandener Christus erscheint und Ihn zu einer Sünde verführen will. Martin lässt sich jedoch nicht blenden, weil der Satan in seiner Gestalt als Jesus nicht die Wunden des Gekreuzigten vorweisen kann. Er finde es schön, dass es Menschen und Verblinde wie die AWO gibt, die dorthin schauen, wo es Wunden gibt, wo Menschen Hilfe brauchen, sagte Anzinger. ,.Das Ist wertvoll.“

Ohne die Kugelbauer Theres geht nix

Gerhard Ruppenthal gewinnt AWO-Schafkopfturnier

Wenn’s draußen ungemütlich wird, verstärken sich die Aktivitäten drinnen. So lud die AWO am vergangenen Wochenende zum traditionellen Schafkopfturnier ins Stüberl ein. In geselliger Runde wurden sieben Partien gespielt, mit viel Einsatz wurde gerufen, geschmiert und abgespatzt. Die Stimmung war ausgelassen, das Spielniveau hoch, die Sprüche herzhaft und die Kugelbauer Theres (Schellen-Sau) war die gefragteste Person des Abends. Beim Schafkopfen geht es nicht nur ums Gewinnen, sondern ebenso um Humor und das gepflegte Miteinander. Am Ende durfte sich Gerhard Ruppenthal über den verdienten Sieg freuen. Den zweiten Platz belegte Fredl Seilinger, Dritter wurde Gerhard Rieplhuber. Den Schneiderpreis erkartelte sich Walther Heinze.

Gaby Griesbeck gratuliert Fredl Seilinger, Gerhard Rieplhuber und Gerhard Ruppenthal

Von Andacht bis Entenschmaus

Der facettenreiche Ausflug der AWO Trostberg
Der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Trostberg unternahm einen abwechslungsreichen Tagesausflug. Die Fahrt führte zum Wallfahrtsort Altötting. Dort erwartete die Gruppe ein tiefgreifendes kulturelles Programm. Begleitet von einer sachkundigen Führerin, besichtigten die Teilnehmer zunächst die berühmte Gnadenkapelle, ein Ort der Stille und Andacht. Im Anschluss stand die eindrucksvolle Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus auf dem Programm, wo die Besucher das beeindruckende gotische Kunstwerk des Sensenmanns bestaunten. Ein besonderes Highlight war zudem die liebevoll gestaltete, mechanische Krippe, die mit ihren filigranen Figuren und Bewegungen die Blicke fesselte. Nach diesen spirituellen und kulturellen Eindrücken führte die Reise weiter nach Erlenbach. Die Einkehr wurde zu einem wahren Fest für die Sinne und die Seele. Bei einer köstlichen Ente und herzhaften Beilagen wurde nicht nur der Gaumen verwöhnt. Die gemütliche Runde wurde durch Gesang, Musik und eine Reihe lustiger Geschichten untermalt, was für eine ausgelassene Stimmung und viel Gelächter sorgte. Die Gemeinschaft und die Freude am Miteinander standen dabei im Vordergrund. Der Ausflug war eine gelungene Mischung aus Besinnung, Kultur und herzlicher bayerischer Geselligkeit.

AWO-Urlaub in Radfeld

Der traditionelle Herbstausflug der AWO Trostberg führte die Teilnehmer im Oktober erneut nach Radfeld in Tirol.
Bereits am ersten Abend stimmte ein Tiroler Abend auf der Zirmalm die Gruppe auf die Urlaubsregion ein und begeisterte die Zuschauer mit Musik und Stimmung. Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Schaukäserei auf der Schönangeralm auf dem Programm, wo so mancher die regionalen Käseköstlichkeiten erwarb. Die folgenden Tage luden zu beeindruckenden Bergtouren ein: Zuerst ging es mit der 6er-Gondel hinauf zum Wiedersbergerhorn (2127m) im Alpbachtal. Darauf folgte die Fahrt zum Schatzberg (1898m) in der Wildschönau, von wo aus die Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein und bester Fernsicht die umliegenden Gipfel bewundern konnten. Zum Abschluss der Woche reiste die Gruppe nach Mayrhofen, um den Bauern- und Musikherbst zu erleben. Das Zentrum verwandelte sich in einen farbenfrohen Marktplatz mit Kunsthandwerk, regionalen Produkten und traditioneller Musik. Einer kleinen Gruppe war der Rummel zu groß, so dass sie sich auf den Penken (1790m) begaben und dort die Ruhe genossen.
Die abwechslungsreiche und erlebnisreiche Woche in Tirol war, wie immer, ein voller Erfolg!

Der „Motor für soziales Miteinander“ – AWO-JHV

Viel Lob für den Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt – 70 langjährige treue Mitglieder geehrt

Aus den Trostberger Tagblatt: Viel Anerkennung und Respekt sowohl von weltlicher als auch von kirchlicher Seite erntete der Trostberger Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in seiner Jahreshauptversammlung im Postsaal. Seit Jahrzehnten bereichere die AWO das soziale Leben Trostbergs maßgeblich, at-testierte Dritter Bürgermeister Dominic Geiger. AWO-Kreisgeschäftsführer Kai Wagner bezeichnete den Ortsverein als Motor für soziales Miteinander in der Region und „tragende Säule in unserem Kreisverband“.
Die AWO sei ein wichtiger Partner, um Menschen zu unterstützen und ihnen eine Stimme zu geben, betonte Annelie Kaiser von der evangelischen Christuskirche. Der Ortsverein sei ein wichtiges Zeichen, dass das Soziale ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist, erklärte Diakon Dr. Gregor Herth vom  katholischen Pfarrverband.
Um den Verein stets am Laufen zu halten, bedarf es ehrenamtlicher Helfer und einer gut organisierten Vorstandschaft. Der Tod von Schriftführer Anton Zeitlmayr am 8. Juli hat eine schmerzliche Lücke hinterlassen. Zeitlmayr sei mehr als ein Funktionsträger, nämlich ein Macher im Hinter-grund gewesen, würdigte Beisitzer Wolfgang Trzecziak den Verstorbenen. “Toni, du fehlst als Mensch, als Freund und als Vorbild“. Einstimmig wählte die Versammlung Gisela Gehrmann zur neuen Schriftführerin.
Dem AWO-Ortsverein gehören 924 Mitglieder an. Dazu zählen 35 Altenheimbewohner, die der Sozialverband beitragsfrei gestellt hat, berichtete AWO-Ortsvorsitzende Gaby Griesbeck. Dass die Vereinsangehörigen nicht nur aus Trostberg stammen, verdeutlichte die Ehrung langjähriger treuer Mitglieder (siehe Kasten): Zu den 70 Jubilaren zählten ebenfalls Damen und Herren aus Altenmarkt, Feichten, Obing, Palling, Stein, Tacherting, Traunreut und Tyrlaching.
„Auch im vergangenen Jahr hat sich viel bei der AWO getan“, sagte Griesbeck und bewies dies mit einer Diaschau, die die zahlreichen Aktivitäten zeigte. Dabei gehörten Ausflüge etwa nach München in den Bayerischen Landtag, nach Schleißheim oder zu einer Schifffahrt auf der Mosel und dem Rhein ebenso dazu wie die alljährlichen Aktionen wie das Erdbeerfest im Kreisalten- und Pflegeheim Schedling, der Faschingsball, das Sommerfest oder die Weihnachtsfeier.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen, die der Ortsverein auf die Beine stellt, zählen die Treffs im AWO-Stüberl an der Hauptstraße mit durchschnittlich 28 Besuchern, Geburtstagsfeiern, Spielenachmittage, Treffen der Angehörigen mit Demenz, die Gruppe für Parkinson-Erkrankte, die Kurse „Fit für Smartphone“ oder das Seniorenturnen. Neben fachlichen Betreuern engagieren sich dabei stets ehrenamtliche Helfer. Ihnen allen dankte Griesbeck für ihren Einsatz. Ehrenamt sei das Herzstück des sozialen Miteinanders, erklärte Kreisgeschäftsführer Kai Wagner: „Und in Trostberg schlägt dieses Herz besonders stark.“
„Vergessen dürfen wir natürlich nicht unsere hilfsbedürftigen Mit-glieder“, stellte Griesbeck klar. Die AWO unternimmt jährlich circa 170 Haus-, Krankenhaus- und Altenheimbesuche. „Immer häufiger kommen auch Bedürftige“, berichtete Griesbeck. Der Ortsverein händigt ihnen Gutscheine aus oder übernimmt nach Prüfung kleine Rechnungen.
Ein großes Projekt des Ortsvereins ist seit knapp zwölf Jahren die „KlAWOtte“ an der Schützenstraße. „Das Sozialkaufhaus läuft sehr gut“, sagte Griesbeck. „Wir bekommen sehr viel Ware und verkaufen diese auch. Was wir nicht brauchen, geben wir an die Kleiderkammer der Caritas, zur Bahnhofsmission oder bei den Sammlungen an Kolping.“ Den Rein-erlös – jährlich rund 15 000 Euro –spendet der Ortsverein an Einrichtungen wie Unicef, die Kindergärten und die Trostberger Tafel sowie an verschiedene Organisationen.
Mit Kolping pflegt die AWO nicht nur in puncto „KlAWOtte“ Kontakte. Gemeinsam mit der Kolpingsfamilie St. Andreas Trostberg organisiert sie auch das monatliche Reparatur-Café im Pfarrsaal St. Andreas. Am Freitag 26. September, von 15 bis 17 Uhr findet es bereits zum 30. Mal statt, kündigte Peter Berg, Beisitzer in der AWO-Vorstandschaft, an. Im Schnitt nehmen die 25 ehrenamtlichen Tüftlern pro Treffen 60 Reparaturen an – insgesamt seit Bestehen des Cafés 1805 Stück, 1063 davon konnten die Helfer erfolgreich reparieren, berichtete Berg. „Die Leute sind extrem engagiert.“ Den Erlös nach Abzug der anfallenden Kosten spenden die Cafetiers: So freuten sich laut Berg das Jugendzentrum, die Kinderfeuerwehr „Löschdinos“, die Brückenschule, das Herzenswunsch-Hospizmobil und die therapeutische Mädchenwohngruppe Schlehberg über jeweils 1000 Euro.
Seine Angebote im SozialRaum Trostberg an der Traunsteiner Straße weiter ausbauen will der Familienstützpunkt, den der AWO-Ortsverein betreut. Leiterin Gabi Muthmann berichtete über das neue „Oma- und Opa“-Projekt, das es Wunschgroßeltern ermöglicht, Wunschfamilien zu treffen. Dabei vermittelt der Stützpunkt mit Projektkoordinatorin Andrea Hinkofer Senioren an Familien mit Kindern, die dann gemeinsam etwas zu unternehmen.
„Sie investieren Zeit, Herzblut und Energie, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Perspektiven zu bieten“, fasste Dritter Bürgermeister Dominic Geiger das ehrenamtliche Engagement für die vielen Projekte zusammen. „Das verdient höchsten Respekt.“ Annelie Kaiser von der Christus-kirche fügte hinzu: „Jeder von euch leistet einen wertvollen Beitrag.“

55 Jahre ist Jörg Voggenthaler (Dritter von links) Mitglied bei der AWO:
40 Jahren AWO-Mitglied (von links) Josef Wolferstetter, Rudolf Schenkl, Helma Buchreiter, Christa Scheucher, Georg Berger, Helga Berger und Kaspar Aschaber
25-jährige Mitgliedschaft (von links) Rudolf Manglberger, Johanna Stepfer, Evi Enenkel, Margit Kometer, Hans Potsch und Annema-rie Wimmer
zehnjährige Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt erhielten (von links) Adela Wanninger, Elisabeth Schadhauser, Patrick Jokisch, Monika Bloch und Christa Maier.

Auf den Spuren von Otto Lilienthal

AWO besuchte Flugwerft und Schloss Schleißheim
Trostberg. Sowohl Technikbegeisterte als auch Geschichtsinteressierte kamen bei der letzten AWO-Exkursion Ende August voll auf ihre Kosten. Und besonders auffällig: Der diesmal ungewöhnlich hohe Männeranteil in der Reisegruppe – was wohl nicht zuletzt am ersten Programmpunkt lag. Denn der Ausflug begann mit einer Führung durch die renommierte Flugwerft Schleißheim, einer der ältesten Flugplätze Deutschlands.
Bereits 1912 erbaut, diente das Gelände in beiden Weltkriegen als Standort der bayerischen Fliegertruppen. Seit 1992 ist die Flugwerft Teil des Deutschen Museums und dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte der Luftfahrt. Über 70 Flugobjekte – vom filigranen Segelflugzeug bis zur imposanten Europarakete – lassen Technikherzen höherschlagen. Heute ist auf dem Gelände noch der Bundesgrenzschutz aktiv.
Nach der spannenden Führung stärkten sich die Ausflügler in der benachbarten Schlosswirtschaft, bevor es weiter zur Besichtigung der prachtvollen Schlossanlage ging. Das Ensemble aus Altem Schloss, Neuem Schloss und Schloss Lustheim zählt zu den bedeutendsten barocken Residenzen Europas. Besonders beeindruckten die wunderschön angelegten Gartenanlagen und die umfangreichen Kunstsammlungen.
Der Tagesausflug bot nicht nur spannende Einblicke in Technik und Geschichte, sondern auch reichlich Gelegenheit zum geselligen Austausch und zur gemeinsamen Entdeckung – ganz im Sinne der AWO-Gemeinschaft.

AWO-Sommerfest

Wie schon seit einigen Jahren der Brauch, gab es auch in diesem Jahr wieder ein AWO-Sommerfest im schattigen Garten der Waldschenke in der Schwarzau. Zahlreiche Besucher nutzten das strahlend schöne Wetter zur Unterhaltung und natürlich auch zum Mittagessen. Der Grillmeister Wolfgang Trzecziak und seine Helferin Susanne Gmeindl hatten die Aufgabe, die Gäste mit Gegrilltem zu versorgen, was ihnen sehr gut gelungen ist. Nachmittags gab es dann Kaffee und eine riesige Auswahl an Kuchen, der von den ehrenamtlichen „Bäckerinnen“ gespendet wurde. Und weil es so schön war, dauerte es am späteren Nachmittag noch eine ganze Weile, bis sich alle Gäste zufrieden wieder auf den Heimweg machten.

Vom Tegernsee an den Schliersee

Ende Juli führte ein Ausflug der AWO Trostberg an den malerischen Tegernsee. Bei Regen startete die Gruppe zunächst mit einer Schifffahrt zur Umrundung des Sees. Anschließend wurde das Mittagessen im Bräustüberl eingenommen und nach einem kleinen Rundgang im Ort ging die Fahrt weiter.
Eigentlich war eine Auffahrt mit der Wallbergbahn auf den 1722 Meter hohen Wallberg in Rottach-Egern vorgesehen. Aufgrund der im Vorfeld anhaltenden Schauer wurde diese abgesagt. Stattdessen steuerte die Truppe spontan die Slyrs-Destillerie am Schliersee an. Der Name leitet sich vom historischen „Slyrse“ für den Schliersee ab. Seit 1999 entsteht dort bayerischer Single Malt, das „flüssige Gold vom Schliersee“. Dort hatten wir die Möglichkeit  verschiedene Sorten zu probieren, natürlich wurde anschließend auch ordentlich eingekauft.
Auf der Rückfahrt kehrte die Gruppe im traditionsreichen Café Winklstüberl in Fischbachau ein, das bekannt ist für seine übergroßen Kuchenstücke.
„Trotz der Wetterkapriolen haben wir einen interessanten und geselligen Tag verbracht. Und bestimmt lässt sich die Fahrt auf den Wallberg irgendwann nachholen“, resümiert AWO-Vorsitzende Gaby Griesbeck

Nachruf auf Anton Zeitlmayr

Aus dem TT, Bericht von Michael Falkinger:
„Fröhlich  und  bis  zuletzt  voll engagiert“
Anton Zeitlmayr ist im Alter von 75 Jahren verstorben – Träger der Stadtmedaille in Silber

Er war eher ein Freund der leisen und dezenten Worte, doch sprühte er voller Engagement: Anton Zeitlmayr. Ob im Verein Kulturkessel Trostberg, im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt, als Sozialdemokrat oder als langjähriges Stadtratsmitglied – Anton Zeitlmayr war stets zur Stelle. Diesen Einsatz für das Vereinsleben, die Kultur und seine Heimatstadt honorierte Bürgermeister Karl Schleid erst vor wenigen Monaten – am 9. April – mit der Stadtmedaille in Silber. Nun ist Anton Zeitlmayr am 8. Juli im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.
Anton Zeitlmayr kam am 22. November 1949 zur Welt. Im Alter von knapp 24 Jahren trat der überzeugte Demokrat in die

Trostberger SPD ein und gehörte seit 1974 über 50 Jahre als aktives Mitglied dem Vorstand an. Der Eintritt in den AWO-Ortsverein folgte am 1. August 1979. Auch hier engagierte sich Anton Zeitlmayr seit 5. Mai 2007 im Vor- stand. Zunächst als Beisitzer, seit 26. Juli 2015 als Schriftführer.
Im Verein Kulturkessel Trostberg war er sogar Gründungsmitglied; den Ursprung dazu bildete eine Arbeitsgruppe, die sich 1995 regelmäßig in der SKW-Kantine traf. Ziel war, gemeinsam kulturelle Veranstaltungen zu planen und zu besuchen, um das Miteinander im Kollegenkreis zu stärken. Anton Zeitlmayr arbeitete ab 1970 im Personalbüro des Unternehmens, dem er von 1966 bis 2009 angehörte.
Privat engagierte sich Anton Zeitlmayr in einem Filmclub, da das Filmemachen – unvergessen bleibt sein Kurzfilm „Trostberger Notizen 1982/83“ mit Szenen aus dem damaligen Stadtleben – und Filmeansehen immer schon zu seinen Hobbys gehörte, erzählt Kulturkessel-Vorsitzende Ulrike Brunnlechner. Zunächst beschloss der Kollegenkreis, im Trostberger Kino regelmäßig einen „Film des Monats“ zu zeigen. Am 16. Januar 1996 gründete sich schließlich ein eigener Ver- ein mit dem Namen Kulturkessel, der nicht nur besondere Filme, sondern auch andere kulturelle Schmankerl zeigte.
Anton Zeitlmayr war von 1996 bis 2003 Vorsitzender und gehörte danach mit wechselnden Ämtern immer dem Vorstand an, mal als Schriftführer, mal als Kassier. Seit Juli 2013 führte er mangels anderer Bewerber beide Ämter aus. „Noch als er schon sehr krank war, beteuerte er immer wieder, wie gern er das mache, und wollte sich nicht von seinen Aufgaben, die er sehr ernst nahm, trennen“, sagt Ulrike Brunnlechner. „Der Verein verdankt Anton Zeitlmayr unendlich viel.“
Von 1978 bis 1984 wählten die Trostberger Anton Zeitlmayr erstmals für die SPD in den Stadtrat, dann noch vier Mal von 1990 bis 2014. Dort kümmerte er sich von Anfang an vor allem um soziale Belange der Bürger, um die Trostberger Sozialeinrichtungen, wie die Gründung und den Erhalt des Jugendzentrums, würdigt Altbürgermeister Walther Heinze den Verstorbenen. Von 1978 bis 1984 war Anton Zeitlmayr zeit- weise Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie von 1990 bis 2014 im Sozialausschuss und im Aufsichtsrat der Stadtwerke Trostberg.
Walther Heinze erinnert sich an die Zeit, als er Anton Zeitlmayr 1978 kennenlernte: bei dessen Engagement als Juso und Stadtrat in der „Aktion 73“, die dafür kämpfte, einen Jugendtreff – das heutige Jugendzentrum – zu gründen. „Später unterstützte Toni energisch die Einrichtung des Integrationskindergartens an der Schulstraße“, erzählt Walther Heinze. Auch der Bau des Kinderhorts war ihm ein Anliegen. „Sein soziales Kümmern galt vor allem den Menschen in schwierigen La- gen, weshalb er auch in der AWO über Jahrzehnte mitwirkte.“ Zu- dem engagierte sich Anton Zeitlmayr nach dem Umbau und der Sanierung des Postsaales in der jahrelangen SPD-Kulturinitiative „Aufruf zur Fantasie“.
Das kulturelle Leben in Trostberg war Anton Zeitlmayr nicht nur als Referent für Kultur- und Heimatpflege ein ganz besonderes Anliegen – ein Amt, das er von 2008 bis 2014 innehatte. Walther Heinze zählt hier das „Jazz T(w)oday“-Festival, die Kunstmeile und die Filmtage auf, für die sich Anton Zeitlmayr engagierte und teils auch mitinitiierte.
„Wir Sozialdemokraten danken ihm sehr für sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken für die Menschen und die Entwicklung in unserer Stadt“, erklärt Walther Heinze. „Anton Zeitlmayr hat sich durch sein vorbildliches, demokratisches Engagement um die Stadt Trostberg verdient gemacht.“
„Für mich war Toni ein Mensch, den ich nicht nur sehr wertgeschätzt, sondern auch persönlich unglaublich gern mochte“, sagt SPD-Ortsvorsitzender Martin Strenner. „Mir bleibt er in Erinnerung als ein äußerst liebenswerter Mensch mit dem Herz am rechten Fleck, der trotz seiner Schicksalsschläge immer fröhlich und bis zuletzt voll engagiert war.“ Strenner bezeichnet Anton Zeitlmayr als Mensch mit unglaublichem Wissen. „Seine Gedanken und Ideen werden uns nun fehlen, und was bleibt, ist ein herber Verlust für uns alle, ein Verlust, der nicht einfach mal so kompensiert werden kann. “
Martin Strenner, Walther Heinze, Ulrike Brunnlechner und AWO-Ortsvorsitzende Gaby Griesbeck heben unisono die unzähligen Arbeitsstunden hervor, die Anton Zeitlmayr für die Trostberger Sozialdemokraten, den Stadtrat, den Kulturkessel und die AWO investierte. „Er arbeitete gründlich und äußerst zuverlässig, blieb aber stets freundlich und spendenbereit für Bedürftige “, sagt Ulrike Brunnlechner.
„Er war Keiner, der sich in den Vordergrund gestellt hat“, ergänzt Walther Heinze. „Aber er hat seine Meinungen und Initiativen immer kontinuierlich vertreten und weiterverfolgt. “
Ein Bürger erhält die Stadtmedaille, wenn er Trostberg in besonderer Weise verbunden ist, sich in kulturellen oder sportlichen Belangen ausgezeichnet oder sich durch hohe Leistungen in Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft hervorgetan hat. Auf Anton Zeitlmayr trifft dies zweifellos zu.